Bei Beratern und Gutachtern sparen

Die FUL kritisiert die von der Stadt in Auftrag gegebenen Beraterverträge und Gutachten, die in den Jahren 2009 und 2010 mit 2,5 Millionen Euro zu Buche schlugen. Olaf Nevermann, Mitglied im Ausschuss für Finanzen und Personal, fordert, Gutachten, Anfragen und andere Planungen nicht gegen hohe Honorare von Externen erledigen zu lassen. Die Verwaltung sei kompetent und groß genug, viele Gutachten selbst zu erstellen. So könne viel Geld eingespart werden.

Olaf Nevermann erklärt hierzu:

 

„In den Jahren 2009 und 2010 sind fast 2,5 Millionen Euro Lübecker Steuergelder in die Taschen von Beratern und Gutachtern geflossen. Besonderen Beratungsbedarf hat der Fachbereich 3 mit den Entsorgungsbetrieben – allein dieser Eigenbetrieb beauftragte für unglaubliche 634 250 Euro Berater! Für die Vorbereitung der Ausschreibung einer Telefonanlage allein 30 000 Euro, für kaufmännische Steuerung und Planungsprogramme 87 000 Euro. Nicht einmal die Tourenplanung der Müllfahrzeuge können die allein machen, hierfür gibt man lieber 20 000 Euro aus. Für dieses Geld wurde nichts angeschafft, es wurde nur für Beratungen bezahlt, die tatsächliche Anschaffung kommt noch oben drauf.

 

Im Vergleich aller Fachbereiche fällt auf, dass besonders dieser Fachbereich 3, Umwelt, Sicherheit und Ordnung, mit fast 50 Prozent Anteil an den Gesamtberaterkosten, und der Bürgermeister mit 25 Prozent die größten Geldvernichter sind. Im Fachbereich 4, Kultur und Bildung, heißt es hingegen zum Thema Gutachten erstaunlicher Weise - Zitat: „Gutachten sind hier nicht gern gesehen!“

 

Ein besonders seltsames Beispiel war das Gutachten der Beratungsfirma Roland Berger über die Senioren-Einrichtungen der Hansestadt. Für 96 000 Euro wurden Daten präsentiert, die jeder Buchhalter innerhalb von höchstens drei Tagen aus den Büchern und Bilanzen des Betriebes hätte zusammenstellen können.

 

Eine beliebte Begründung für alle diese Berateraufträge ist angeblich fehlendes Personal bei der Stadt Lübeck. Dies kann ich nicht nachvollziehen. In den letzten Jahren habe ich in vielen Fällen seitens der Verwaltung hervorragende Berichte mit allen relevanten Daten für eine Auswertung erhalten. Es kann also nur drei Gründe geben: Es wird zu viel geplant, es wird nicht das notwendige Fachpersonal beschäftigt oder man traut seinem eigenen Verstand nicht.“

 

PRESSEERKLÄRUNG 7/2012 vom 25. Januar 2012




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