Lübeck Drehscheibe für Sondermüll

In ihrer diesjährigen Märzsitzung hat die Lübecker Bürgerschaft einen Bericht über die im Lübecker Hafen umgeschlagenen Mengen an Sondermüll angefordert, der jetzt vorliegt. Es ergeben sich Umschlagzahlen von bis zu 750 000 Tonnen gefährlichen Stoffen, die jedes Jahr in Lübeck verschifft werden. FUL-Umweltexperte Klaus Voigt ist schockiert.

Klaus Voigt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FUL-Fraktion und Mitglied des Umweltausschusses der Hansestadt, erklärt hierzu:

„Die Zahlen sind erschreckend. Ich bin der Meinung, diese Angelegenheit muss in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Ich glaube, viele Lübecker und Travemünder wissen nicht welchem Risiko sie ausgesetzt sind.

Die auf Antrag der FUL-Fraktion und der Grünen-Fraktion angeforderten Berichte der Verwaltung zeigen auf, dass im Jahr 2011 über die vier Kais in Travemünde genau 471 022 Tonnen gefährliche Stoffe, also immissionsschutzrechtlich genehmigungspflichtige Stoffe, verladen wurden. In dem Bericht tauchen sogar über 1000 Tonnen radioaktive Abfälle auf. Ich bin empört und schockiert.

Zusätzlich wurde in diesem Jahr die Genehmigung zum Umschlag gefährlicher Stoffe im Lagerhaus Lübeck der Dr. Pleines GmbH & CO KG auf 320 000 Tonnen jährlich erhöht. Daraus ergibt sich eine Gesamtmenge von ungeheuerlichen 750 000 Tonnen Sondermüll, die jedes Jahr in Lübeck ankommen, umgeladen werden und angeblich nach weniger als 24 Stunden wieder verschifft werden.

Eine unvorstellbare Menge. Für die Stoffe liegen Genehmigungen des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume vor, die eine Zwischenlagerung auf 24 Stunden beschränken. Ich habe Zweifel, ob diese Frist angesichts der Mengen überhaupt eingehalten werden kann. Ich möchte erfahren, wie viel Sondermüll am Ende auf der Deponie Ihlenberg (vormals Schönberg) in direkter Nähe Lübecks landet. Diese Frage lässt der Verwaltungsbericht offen.

Damit ist unsere Stadt und vor allem Lübecks schönster Stadtteil Travemünde schleichend eine internationale Drehscheibe für Sondermüll geworden. Ich finde das skandalös und bin nicht bereit, die Gefahren, Gesundheitsrisiken und Umweltschäden, die unbestreitbar von diesen Stoffen ausgehen, stillschweigend zu ertragen. Es müssen jetzt alle Details auf den Tisch. Vom Umweltsenator, der ja der Partei Die Grünen angehört, erwarte ich Aufklärung und nachdrückliches Engagement gegen diese Entwicklung.“ 

PRESSEERKLÄRUNG 51/2012 vom 2. Oktober 2012




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